Breasts on the beach


Manche wissen bereits aus Instagram, dass ich letzte Woche meinen Urlaub am Meer verbracht habe. Das kroatische Meer ist ein echter Hingucker und wirklich zu empfehlen, wenn man sich nach karibischem Wasser sehnt! Abgesehen von der kristallenen Klarheit des salzigen Nass, habe ich dort die Sonne am Stein genossen. Und das oben ohne.


Ich habe ganz bewusst die Entscheidung getroffen, meinen Busen auch sonnen zu lassen. Immer wieder begegnen mir Frauen, die das mit einer Selbstverständlichkeit machen und ich finde das super! Warum auch nicht? Erstens ist es eine echte Befreiung, wenn man nicht ständig schauen muss, ob oben alles „sitzt“, wenn man aus dem Wasser geht. Zweitens hat Frau nicht das Gefühl, rund um den Brustraum eingeschnürt zu sein, da das Bikinioberteil meist strenger gebunden ist (damit es eben „sitzt“). Und drittens stellt sich ganz generell die Frage: Für wen und warum bedecke ich meinen Busen mit zwei Dreiecken? Geht es hier nur um die Nippel?! Haben Männer auch!


Bevor ich weiter von meinen Erlebnissen berichte, muss ich zuvor noch meine Privilegien ansprechen. Es ist nämlich ein Privileg sich als Frau auf dieser Welt mit nur einem Höschen an den Strand zu legen und faul zu sein. Und ich sehe das und bin mir bewusst, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Nur, damit das hier auch seinen Platz hat.


Am Weg zum Strand sind gleich mal Unsicherheiten aufgetaucht: Was mache ich, wenn unangenehme Blicke kommen? Unangepasste Sprüche? Provokante Fragen? „Können Sie sich nicht was anziehen?!“ - im oberen Brustbereich mit der Hand fuchtelnd, Augenbrauen verengt. Ich habe gemerkt, wie ich mir für alles eine Art "Exit Strategie" überlegte… habe also ganz klar meine Komfortzone verlassen.

Bei jedem meiner Badebesuche hat sich anfangs in mir immer Ähnliches abgespielt und es lässt sich mit einer Frage zusammenfassen: „Bin ich hier sicher?“ Zuerst habe ich mal die Lage gecheckt und einfach auf mein Gefühl gehört. Wo möchte ich sitzen? Ist mir das zu nahe? Gibt es irgendwo schräge Vibes? Als ich mich wohl gefühlt habe, lies ich alle Hüllen fallen und was kann ich euch sagen? Es war herrlich! Für alle FKK Liebhaber*innen hier - euch sage ich nichts Neues, aber das Meer auch auf dem Busen beim Schwimmen zu spüren, ist nochmal ein ganz anderes Freiheitsgefühl. Tief zu atmen, zu tauchen, zu schwimmen - das ist einfach oben ohne etwas anderes. Mit der Zeit wurde die Angst immer kleiner und ich merkte, dass ich mich nicht mehr wappnen musste, was mich viel entspannter werden ließ.


Hinwendung verändert Beziehung. Hinwendung ist der Schlüssel. Das ist etwas, was auch in meinem neuen Workshop MILK & HONEY ein zentrales Thema ist.

Mir stellte sich die Frage, wie relevant die Blicke von außen für mein Wohlgefühl waren? Ich habe festgestellt, je weniger ich schaute, ob irgendwer SCHON WIEDER schaut, desto wohler habe ich mich gefühlt. In mir ist ein Selbstverständnis für mein Freiheitsgefühl und meinen Genuss gewachsen, das kein Hinterfragen mehr brauchte. Natürlich habe ich auf mein Gefühl gehört, um mich sicher zu fühlen! Aber ich habe nicht aktiv nach Anhaltspunkten gesucht, die meine Unsicherheit verstärkten.

Durch diese viele gemeinsame Zeit mit meinem Busen ;-), habe ich ihn um Einiges besser kennen gelernt. Die verschiedenen Formen, die langsam verändernde Farbe der Haut... vor allem habe ich meinen Brust- und Herzbereich viel mehr berührt, gespürt und wahrgenommen. Das macht ein wohliges, zufriedenes Gefühl und ist von einer bezaubernden Weichheit geprägt.

Mit meiner anfänglich einschüchternden Entscheidung, habe ich mich immer freier gefühlt. Gerade weil ich meinen Körper so gezeigt habe, wie er ist. Zum Beispiel war das Verlassen des Wassers immer eine Übung für mich, ganz bei mir zu sein, um auch mit tiefer Atmung und einer aufrechten Haltung aus dem Wasser zu steigen. Je öfter, desto selbstverständlicher - bis ich es komplett vergessen hatte, dass ich gerade aus dem Wasser kam.


Ich schildere hier eine ganz persönliche Erfahrung und möchte sagen, dass das nicht für jede Busenfreundin von Interesse ist oder es sich für sie gut anfühlt. Thats fair enough - jede hat ihren Weg und das ist gut so.


Durch meine Entscheidung meine Brüste zu befreien, nehme ich zwei sehr wichtige Erfahrungen mit. Wenn du mehrere Stunden täglich deine Brüste unter der Nase siehst und fühlst, den eigenen Freiraum nimmst, verändert sich deine Beziehung. In Kurz: Hinwendung verändert Beziehung. Hinwendung ist der Schlüssel. Das ist etwas, was auch in meinem neuen Workshop MILK & HONEY ein zentrales Thema ist: die Hinwendung durch Spüren, durch Gespräche, durch Wissen. Und dort gibt es etwas, das mega gut tut, nämlich den Austausch.


Und ich merke, dass sich meine körperliche Wahrnehmung - je mehr Raum ich mir für mich nehme und „erkämpfe“, gänzlich verändert. Leichtigkeit, ganz bei mir sein, Zugeneigtheit meinem Körper gegenüber. Seine Haltung und Magie spüren. Einfach ein richtig gutes Körpergefühl haben.

Ich möchte dir das auch ermöglichen in meinem Milk & Money Workshop im Oktober.

Derzeit gibt es noch den Early Bird - Plätze sind limitiert. Ich freue mich auf dich!



Sending love,


Katharina





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