Der Körper - das Wunder

"Womit meinen Blog beginnen?"


Diese Frage stellte ich mir, als ich den Entschluss fasste, meine Homepage auch als Sprachrohr zu verwenden. Und von Anfang an war es glasklar. Beginnen muss eine Hommage an das Bollwerk Körper. Eine Lobrede an den Körper und seine Lernfähigkeit, innerhalb und außerhalb des Schlafzimmers.


Beginnen wir auch hier am Anfang: Zwei Menschen haben den geilsten Sex und ein Körper entsteht im Bauch einer glücklichen Frau*. Alles entwickelt sich prächtig, von den Zähnen zum Aug, zu den Organen, bis hin zum kleinsten Zeh und seinem Nagel. Der Embryo wächst, entwickelt sich, Augen öffnen sich, schließen sich, Reflexe werden trainiert, bewusste Reaktionen auf Geräusche und Berührungen werden bemerkbar - ein Prozess, der sich still und heimlich entfaltet. Im besten Fall ist der Körper am Ende dieser Zeit vollkommen funktionstüchtig und abgesehen von seiner Funktion bereit, diese Welt zu erleben, Erfahrungen zu sammeln und sich vom Leben formen zu lassen.

Ein Wunder ist passiert und diese Reise geht gleich weiter, denn auch die Geburt ist in ihrer Einzigartigkeit wunderlich & wundervoll. Auch hier leisten beide Körper, Mutter- und Babykörper Erstaunliches. Von der Größe der Gebärmutter und ihren Kontraktionen, bis hin zur Nahrungsaufbereitung in der Brust wird alles für die Ankunft auf Erden vorbereitet.

Okay - es fällt nicht schwer, den Start in dieser Welt zu ehren, anzuerkennen als das, was es ist, nämlich pure Schöpfer*innenkraft, oder Kreativität oder Göttlichkeit. Nimm dir das Wort, das für dich geht (oder finde ein Neues und schreibt es mir!).


Wir werden älter, unsere Körper er-wachsen und oft verlieren wir uns und unser Wunder aus den Augen. Andere Dinge werden wichtiger, das Erkennen und Spüren des eigenen Körpers tritt in den Hintergrund. Wir müssen uns an äußere Normen anpassen. Dennoch: Das was unsere Körper täglich tun, um uns das Erleben zu ermöglichen oder uns davor zu schützen (good old Schutzmechanismen) ist immens! Nur für alle, die es genauer wollen:


Wir schlafen, um uns zu erholen, zu regenerieren und zu träumen. Wir können Nahrung aufnehmen, sie verdauen, das Schlechte kommt weg, das Gute wird behalten und verwendet. Wir regulieren Hitze (so wie ich gerade, es hat 26,5 Grad) und auch Kälte. Wir blinzeln, wenn unsere Augen zu trocken werden, unser Herz pumpt Lebenssaft durch unsere Adern und unsere Lungen erhalten uns am Leben. Doch abgesehen von all diesen biologischen Überlebensmaßnahmen, gibt es noch den wunderbaren emotionalen Körper, der sich ausdrückt und unser Leben lebenswert macht, uns tiefe Erfahrungen schenkt und unsere Geschichte und Identität mitschreibt.


Was haben diese Dinge gemeinsam? All das sind im Grunde Tätigkeiten der Regulation. Wir halten uns ständig am Leben. Und abgesehen von all diesen erstaunlichen Fähigkeiten, besitzt jeder unserer Körper eine ganz besondere. Nämlich die Lernfähigkeit. Es wird viel diskutiert darüber wieviel nun erlernt oder wieviel angeboren ist. Doch fest steht: Der Körper lernt. Er tut es ständig, ob bewusst oder nicht. Wir machen die unterschiedlichsten Erfahrungen und all das formt uns immer mit. Je öfter wir gewisse Erfahrungen machen, desto eindeutiger und bekannter werden sie für uns und daher oft „sicher“. Erfahrungen können angenehm sein oder unangenehm - sie bleiben alle Erfahrungen, verkörpertes Wissen.

Das heißt unser Wunder bewegt sich durch diese (wunderliche) Welt und sammelt Erfahrungen. Und selten schenken wir dieser Erfahrungsfähigkeit, oder besser: Wahrnehmungsfähigkeit, viel Aufmerksamkeit. Aber sie ist da, unser Körper ist da, seine Lernfähigkeit ist "on" und unsere Wahrnehmung ist vorhanden. Unser Körper kann uns die süßesten Träume, die ekstatischsten Tänze, das reinste Vergnügen und den vollsten Genuss schenken. Im Leben, in der Sexualität. I promise you.




You can use it or relearn to use.

Und ich erzähle dir gerne beim nächsten Mal was das alles mit Sexualität zu tun hat! Stay tuned!




Sending love,


Katharina







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